Die Evangelische Kirchengemeinde in Weiterstadt
hat sich zum Ziel gesetzt:

  • zusätzlicheAusbildungsplätze im regionalen Arbeitsmarkt zu gewinnen
  • schulische Leistungen zu fördern

Die Kirchengemeinde

  • hält Kontakt zu Firmen
  • beteiligt sich an der Finanzierung von Ausbildungsplätzen
  • unterstützt die Schule, indem sie - ne Schulsozialpädagogin mitfinanziert
  • bietet ein Bewerbungstraining an

Die Paten

  • führen Gespräche mit Schülern, Lehrern und Eltern
  • begleiten die Jugendlichen

Kontakt:


Dr. Wilfried Vetter
(ehemaliger Leiter Personal
E. Merck)
Tel. 06150.2223

st.ar.k. gehört zu den Beispielen der Aktion "TeamArbeit für Deutschland" von Wirtschaftsminister Clement

Dr. Wilfried Vetter gehört dem "Profiteam" an.

 
 
 
 

Malerwerkstätte Böhmer GmbH, Weiterstadt

st.ar.k-Pate :

Dr. Wilfried Vetter ,Vorsitzender der Evangelischen Kirchengemeinde in Weiterstadt, ist schon seit 1998 dabei für die Schüler/innen der Hauptschule im Ort zusätzliche Ausbildungsplätze zu aquirieren. Seine Tätigkeiten zielen dabei in erster Linie auf die Vermittlung in Ausbildung. So konnte er in 7 Jahren 63 zusätzliche Stellen vermitteln.

Firma :

Im Rahmen des „Klinken putzen“ besuchte er schon seit Jahren auch die Malerwerkstätte Böhmer, ein kleines Familienunternehmen mit 5 Mitarbeitern in Weiterstadt Braunshardt.

2003 hörte die Besitzerin Frau Corinna Böhmer von ihrer Freundin, dass aus der Abschlussklasse der Hauptschule in Weiterstadt von den 24 Jugendlichen nur 6 einen Ausbildungsplatz hatten. Ihr soziales Gewissen regte sich. Gemeinsam mit ihrem Mann, Haico Böhmer, überlegten sie einen weiteren Lehrling einzustellen.

Sie erinnerte sich an die Besuche von Dr. Vetter von der Evangelischen Kirchengemeinde und rief ihn an.

Azubi

   
  Umut Anus, heute im 2. Ausbildungsjahr  

Zwei Tage später stand Umut Anus, ein damals 16 jähriger Hauptschüler türkischer Nationalität mit seiner Bewerbungsmappe vor ihrer Tür. Das Ganze geschah 3 Tage vor den großen Ferien, die für Umut schon verplant waren; er wollte mit seiner Familie in die Türkei fahren. Er hatte auch nicht mehr damit gerechnet, noch einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

 Frau und Herr Böhmer wurden sich schnell mit Umut einig und er konnte zum 1.9. 2003 mit der Lehre zum Maler- und Lackierer beginnen.

 Perspektive:

Die Firma ist so zufrieden mit Umut, dass sie dieses Jahr wieder einen türkischen Azubi einstellen wird. Diese Information nahm Herr Vetter dankend auf. Bis zum Abschluss des Bewerbungsschlusses stand noch nicht fest, wie der Glückliche heißt!

   
 
Dr. Vetter, Haico Böhmer, Unmut Anus und Corinna Böhmer
 


 
 

 

Fernau Präzisionstechnik GmbH, Weiterstadt 

Auch bei diesem Betrieb ließ Herr Dr. Wilfried Vetter, von der Evangelischen Kirchengemeinde Weiterstadt nicht locker und fragte auch dieses Jahr wieder an, ob Herr Fernau nicht einem Ausbildungsplatz anbieten wolle.

Firma:

Dieses Jahr hatten seine Bemühungen endlich Erfolg. Dank des Programms „Ausbildung plus“, des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN (www.zgv.info) , dass zusätzliche Ausbildungsplätze mit 150,- Euro monatlich unterstützt, wagt er dieses Jahr „den Sprung ins kalte Wasser“, so Herr Fernau, Geschäftsführer der Fernau GmbH. Eine kleiner Betrieb im Weiterstädter Industriegebiet mit 6 Mitarbeitern.

Ausschlaggebend dieses Jahr eine Lehrstelle einzurichten ,war für den Geschäftsführer Fernau, der zuvor noch nie ausgebildet hatte, dass er auch während der Ausbildungszeit auf die Erfahrungen des Herrn Dr. Vetter zurückgreifen kann. Dies ist ihm wichtig, weil er mögliche Schwierigkeiten während der Ausbildung jetzt noch nicht abschätzen kann.

   
 
Herr Fernau erklärt dem zukünftigen Azubi Stefan Knorz
die Funktionsweise der Maschine
 

Azubi:

Der zukünftige Lehrling Stefan Knorz, 16 Jahre alt, hatte bereits ein zweiwöchiges Schulpraktikum in der Firma absolviert. Seine Freude ist groß, denn bis jetzt ist er der einzige von 24 Schülern in seiner Klasse, der einen Ausbildungsplatz gefunden hat. Stefan besucht die Erasmus-Kittler Schule in Darmstadt und absolviert dort ein Berufsgrundbildungsjahr.

Perspektive:

Ab 1. September 2005 beginnt in der Firma Fernau GmbH der erste Lehrling seine Ausbildung als Zerspannungsmechaniker.